Writing Code and Other Prose

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blogger.com - Eine echte Internet-Anwendung

Ich habe mich, ohne groß darüber nachzudenken, für blogger.com entschieden, um der Welt meine Meinung kundzutun. Denke ich jedoch nach den ersten Erfahrungen darüber nach, so erweist sich diese Entscheidung als echter Glücksgriff. Zwar muss ich gestehen, dass ich mich mit den Alternativen (Movable Type, bloglines etc.) nicht ausgiebig befasst habe, aber für das, was ich derzeit im Netz so treibe, scheint mir blogger.com optimal.

Der Dienst ist kostenlos und man benötigt nicht einmal einen eigenen Webspace. Selbstverständlich kann man aber seinen eigenen Webspace verwenden, wenn man denn möchte.

Mit nur drei Handgriffen lässt sich ein eigener Weblog einrichten, der sofort im Internet verfügbar ist und auch noch nett aussieht, denn die Standardlayouts sind durchweg nicht nur funktional sondern machen auch optisch was her. Ferner ist es kein Problem, das Layout komplett selbst in die Hand zu nehmen. Cascading Style Sheets machen es möglich.

So richtig angetan bin ich aber vom Layout und von der Benutzungsschnittstelle des Dienstes selbst. Stellenweise habe ich das Gefühl, als würde ich nicht mit einem Browser arbeiten. Gerade jetzt nutze ich das Eingabefenster für neue Einträge und es hat so ein bisschen was von einer ganz kleinen Textverarbeitung. Wirklich schick!

Dabei frage ich mich unweigerlich, warum es in der letzten Zeit so wenig Innovationen im Bereich Benutzerinteraktion und HTML gegeben hat? Klar, wir hatten Mitte bis Ende der Neunziger die extreme Situation, dass Microsoft und Netscape sich permanent mit neuen, proprietäteren HTML-Erweiterungen überbieten wollten und eine browserunabhängige Entwicklung von Webseiten so gut wie unmöglich gemacht haben.

Heute haben wir das andere Extrem: Es tut sich gar nichts mehr. XHTML und CSS2 haben in Bezug auf Benutzerinteraktion nichts gebracht und immer noch sind viele Entwickler gezwungen auf JavaScript und Flash zurückzugreifen.

Dabei fehlt eigentlich gar nicht so viel. Vernünftige Texteingabefelder (wie das von blogger.com) und inkrementelle Comboboxen, die den Benutzer einen Text aus einer diskreten Liste auswählen lassen und dabei die Auswahl immer weiter einschränken, wären schon ein echter Schritt vorwärts und sind sicherlich leicht zu implementieren.

Aber ich schweife ab und halte einfach mal fest: blogger.com ist eine wirklich gute Einrichtung!

Comment by Anonymous on 2004-10-12 15:56:03:

Hi,

schade, dass Du dir nicht mehr Zeit genommen hast um über die verschiedenen Möglichkeiten von BlogSystemen zu informieren. Mittlerweile gibt es eine vielzahl von unterschiedlichen Systemen die mehr oder weniger leistungsstark sind. Einige Links hab ich dir ja bereits geschickt. Zum zweiten Teil muß ich sagen, dass sich im Bereich CMS/DHTML/RTE einiges getan hat. Heute ist jeder in der Lage einen eigenen WebSpace mit Inhalten zu füllen. In den letzten Jahren hatte ich neben ezPublish auch Typo3 in den Fingern. Idiotensicher ist jedoch MAMBO. Die Comunity ist recht lebhaft und der Installationsaufwand ist für ungeübte schnell vollbracht. Kenntnisse: FTP Explorer (darf man das nun sagen ??) reicht. Ok. Webspace mit PHP+MySQL.

Für Editoren gibt einen schicken RTE der einiges kann.

Also nur nicht aufgeben . .

Gruß Michael

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Die Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der Belustigung des Lesers !

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