Writing Code and Other Prose

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Traurig, traurig

Der Initiator des Parrot-Projektes (Dan Sugalski) hat vor wenigen Tagen das Handtuch geworfen. Auch wenn Dan in seinem Blog nicht ins Detail geht, so dürfte es auf der Hand liegen, dass ihn interne Streitigkeiten zu diesem krassen Schritt bewegt haben. Es ist wirklich absurd: Vor wenigen Jahren erst hat er sich zusammen mit ein paar entschlossenen Weggefährten aufgemacht, um eine neue virtuelle Maschine für Perl6 (und alle anderen dynamischen Sprachen wir Ruby und Python) zu entwickeln. Seit dem ist Parrot weit gediehen und muss sich vor vergleichbaren Technologien, wie z.B. der CLR von .NET nicht verstecken. Doch von der ursprünglichen Truppe ist nach Dans Abgang niemand mehr übrig und Perl6 ist weiter weg denn je. Zwar gehöre ich mittlerweile dem Ruby-Lager an und würde Perl6 wahrscheinlich ohnenhin nicht mehr einsetzen, aber da es meine erste dynamische Sprache war, werde ich doch ein wenig melancholisch. Ich kann nur hoffen, dass die neue Projektleitung von Parrot durchhält und wir irgendwann doch in den Genuss der 4. Auflage von “Programming Perl” und eines Bytecode-basierten Ruby-Interpreters kommen.


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